Wer kennt sie nicht, die Kreuzwortfrage: „altes japanisches Brettspiel“ mit zwei Buchstaben? Antwort „Go“. Doch was ist das eigentlich?
Es ist ein etwa 2.500 Jahre altes Brettspiel aus Ostasien, auch bekannt als Weiqi, Igo oder Baduk. Es finden Amateurweltmeisterschaften und internationale Mannschaftswettkämpfe statt, so auch im Mai diesen Jahres das 35. Dresdner Go-Turnier mit internationalem Teilnehmerfeld vom Anfänger bis zum fortgeschrittenen Spieler im oberen Dan-Bereich.
Nun zum Spiel, da es lediglich 3 Hauptregeln gibt, ist es sehr einfach zu erlernen. Aber die Kämpfe auf dem Brett sind mindestens so komplex wie beim Schach. Zu einem Spielset gehören ein Brett mit 9×9, 13×13 oder 19×19 Linien und viele schwarze und weiße, linsenförmige Steine. Mit den Steinen versucht jeder Spieler Gebiet einzugrenzen, möglichst mehr als sein Gegner und es muss aufgepasst werden, dass die eigenen Steine nicht umzingelt werden, aber mit Geschick kann man vielleicht ein paar gegnerische Steine erobern.
Unterschiede im Spielvermögen sind kein Problem, Anfänger können mit den sogenannten „Vorgabesteinen“ auch gegen fortgeschrittene Spieler spannende und ausgeglichene Partien spielen.
Aktuell kann in Dresden mittwochs beim Universitätssportverein und dienstags im Vereinshaus Aktives Leben in der Johannstadt gespielt werden, und seit 3 Monaten nun auch in Klotzsche. Gefunden haben wir uns bei einem Ferienworkshop, den der Weixdorfer Steffen Mazaneck im Februar im Gymnasium Klotzsche organisiert hatte. Seitdem treffen wir uns im 14-Tage-Rhythmus montags an ungeraden Wochen 17:00 bis 19:00 Uhr im Restaurant Fontane im Fontane-Center. Meistens sind wir 8 bis 10 Spielerinnen und Spieler aller Alters- und Spielstärkegruppen. Aktuell sind Siebenjährige genauso vertreten wie Mittfünfziger, vom absoluten Neuling bis zum Dan-Spieler. Zudem haben wir das Glück in der festen Gruppe auch drei Bundesligaspieler zu haben, welche mit sehr viel Elan und Begeisterung ihr Wissen und Können am Brett teilen.
Nach den Sommerferien möchten wir die Taktfrequenz unserer Treffen auf den Wochenrhythmus erhöhen. Dafür sind wir noch auf der Suche nach einem besser geeigneten Spielort. Jeder der am Erlernen eines faszinierenden, neuen, alten Denksports Interesse hat, ist bei uns herzlich willkommen. Wir zeigen euch gern einmal wie das Spiel funktioniert und spielen einige Runden mit euch.
Und ist es eine neue Mode in Dresden? Mitnichten. In Europa ist das Spiel seit dem Ende des 19. Jahrhunderts bekannt. In Dresden wird Go seit über 100 Jahren gespielt und der Dresdner Bruno Rüger brachte in den 1920ern die Deutsche Go-Zeitung erstmals heraus. Und auch während der DDR-Zeiten hatte das Spiel seine Lobby und sehr gute Spieler wurden sogar nach Japan zu Turnieren eingeladen.
Nun aber an die Bretter für eine schöne Runde Go. Vielleicht sieht man sich ja bei einem unserer nächsten Spieltermine.
Antworten