Ein Waldparkrundgang, den man nicht vergessen wird

Am 20.06.2026 fand ein ganz besonderes Klotzscher Waldfest statt.

Es galt, 140 Jahre bürgerschaftliches Engagement in Klotzsche zu feiern, sowie 30 Jahre Neugründung des Klotzscher Vereins e. V.. Auf Grund dieser Jubiläen sollten einige besondere Höhepunkte das Fest bereichern.

Auf Initiative und unter der Leitung von Annett Mordt-Stoll wurde die Idee geboren, den Gästen des Waldfestes einen gestalteten Rundgang durch den historischen Waldpark anzubieten. Es fand sich ein kleines Team zusammen, das gemeinsam an die Realisierung dieses Vorhabens ging. Schnell war klar, dass die einzelnen Stationen des historischen Waldparks belebt werden sollten, diese Räume wieder erobert und damit sinnlich erfahrbar gemacht werden sollten. Zunächst wurden Ideen  gesammelt und mit Hilfe der bekannten Dresdner Musikerin und Künstlerin Agnes Ponizil strukturiert und dokumentiert. Lyrik, Musik und Tanz sollten ins Programm.

Manto Sillack gelang es, den Klotzscher Musiker und Komponisten Heinrich Opitz für diese Idee zu begeistern. Er hat sich musikalisch mit seinem Heimatort Klotzsche beschäftigt und komponierte wunderschöne, kurze Klavierstücke, passend zu den Orten des Parks wie dem Musikpavillon oder der Wandelhalle. Er fand eine berührende Tonsprache, die es den Zuhörern ermöglicht, Bilder vor Ihrem inneren Auge entstehen zu lassen, sich in die Natur und das Wesen des einstigen Waldparks einzustimmen. Vielen Dank an das große Engagement von Heinrich Opitz, der die Stücke in einem Tonstudio professionell eingespielt hat. Seine Musik erlebte die Uraufführung auf dem diesjährigen Waldfest und sie soll einmal dauerhaft für Waldparkbesucher verfügbar werden. Es ist geplant, über QR-Codes an den Informationstafeln an den historischen Orten, diese Musikstücke abrufen zu können.

Die Lyrik der Klotzscher Autorin Jayne-Ann Igel wurde ein weiterer Teil des Rundganges. Sie hat in ihrem Text „Wegsamkeiten“ einen lyrischen Zugang zur Dresdner Heide eröffnet, der sich bestens in diese kleine Zeitreise einfügte, den Geist des Waldes und seine Wirkung auf uns Menschen beschrieb. Den zweiten Rundgang begleitete sie auch persönlich, was besonders berührend war.

Johannes Otto, der seine Bachelorarbeit über den Historischen Waldpark geschrieben hat und sich sehr für die Sichtbarmachung der früheren Strukturen engagiert, begleitete den Rundgang gewohnt fachkundig. Niemand weiß besser Bescheid, wie der Park einmal aussah, kennt die historischen Hintergründe genauer. Vielen Dank auch für sein großes Engagement.

Auf Initiative des Klotzscher Galeristen Manto Sillack, wurden durch die freischaffende Grafikerin Daniela Zschiesche,  große Banner von historischen Fotos erstellt und Dank fleißiger Helfer im Waldpark aufgehangen. So konnten die Besucher einen Eindruck erhalten, wie es einmal an diesen Orten ausgesehen hat, welches Leben dort stattfand. 

Am Albert Denkmal und an der Wandelhalle wurden zur Musik kleine Tanzszenen aufgeführt, die gefühlvoll und märchenhaft die Verbindung von Wald und Mensch spiegeln sollten. Vielen Dank an die jungen Akteure vom Tanzzentrum Friedrichstadt, die diesen Zugang ermöglichten. Das waren ganz besondere Momente.

Ein weiterer Dank soll an den Radebeuler Künstler Michael Hofmann gehen. Er schuf einen Sonder-Farbholzdruck, der in limitierter Auflage zum Jubiläum erschien. Der Druck greift das historische Motiv eines Festumzuges auf und interpretiert diesen neu. Durch die Galerie Sillack wurden Passepartouts mit einer Sonderprägung zum Vereinsjubiläum angefertigt, so dass auch diese künstlerische Arbeit einen weiteren Höhepunkt darstellt. Die hochwertigen Drucke werden gegen Spenden über den Klotzscher Verein e.V. abgegeben. Interessenten können sich in der Galerie  Sillack melden. Der Abdruck befindet sich auf der Rückseite dieser Ausgabe, des Klotzscher Heideblattes Nr. 8/2026.

Dank dieser Aktivitäten wurde das 2026er Waldfest zu einem ganz besonderen Fest. Etwas Ähnliches wird es so schnell nicht wieder geben. Nochmal Dank an alle Helfer, Gestalter, Kreativen, Künstlerinnen und Künstler. Danke, dass sie uns ermöglicht haben, diese schönen Dinge zum Leben zu erwecken.

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