Seit nunmehr 46 Jahren lebt und arbeitet Günter Schöttner in Klotzsche. Sowohl die berufliche Tätigkeit im St. Marienkrankenhaus, als auch sein Engagement als Kurator der dort seit den 80er Jahren etablierten Kunstausstellungen, ließen hier gemeinsam mit seinem Freundes- und Bekanntenkreis, einen kreativen Lebensmittelpunkt für sich und seine Familie entstehen. Hier begann auch Mitte der 80er Jahre der Einstieg in die bildkünstlerische Arbeit.
Als Autodidakt war dies der Weg eines Seiteneinsteigers, ein Weg, den man durchaus als die „Mühen der Ebene“ benennen kann. Die Suche nach einer eigenen Bildsprache, dem geeigneten Material, und die gedankliche Auseinandersetzung mit Impulsen der Kunstgeschichte, bestimmten diesen Weg. Von Anfang an war das Materialbild in seinen Ausführungen als Assemblage, Collage, bzw. Objekt oder Skulptur, die entscheidende künstlerische Ausdrucksform im Schaffen des Künstlers. Dabei kommen unterschiedliche Fundstücke aus desolaten Materialien, also den weggeworfenen, bzw. abgelegten Überbleibseln unserer Zivilisation, zum Einsatz, und bilden die Grundlage für Artefakte mit einer räumlich-haptischen Ausformung. So entsteht aus diesen spurenreichen Materialien eine sinnliche Stofflichkeit, Gebilde mit vielerlei Anspielungen, poetischen Dimensionen und lyrischen Metaphern. Die gedankliche Basis ist und bleibt das Ausloten grundlegender Spannungsverhältnisse, die beim Zusammenführen der unterschiedlichen Dinge entstehen.
Seit 1997 ist Günter Schöttner Mitglied des „Künstlerbund Dresden“. Es gab zahlreiche Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen in Dresden, dem Umland, sowie im In- und Ausland. Allein in Klotzsche hat der Künstler mehr als 10 Ausstellungen realisiert, mehrmals in Zusammenarbeit und mit Unterstützung der Galerie Sillack, in der seine Materialbilder und Objekte erstmals 1988, und zuletzt 2018 im Akademiehotel Klotzsche, ausgestellt wurden. Es gab mehrere Ausstellungen im St. Marienkrankenhaus, auch die Elbe-Flugzeugwerke, der Flughafen Dresden zeigten seine Arbeiten. Für die Flughafenkapelle realisierte Günter Schöttner 2001 ein Kruzifix.
Nun werden Arbeiten des Künstlers im Gemeindehaus Alte Post (GAP), Gertrud-Caspari-Straße 10, 01109 Dresden, unter dem Titel: „FACETTEN, Assemblagen, Collagen, Zeichnungen aus vier Dezennien“ vom 09. Januar 2026 bis 29. März 2026 zu sehen sein. Die Vernissage wird am 09.01.2026 um 19.00 Uhr stattfinden.
Die Ausstellung ist jeden Donnerstag zu den Zeiten des „Donnerstagskaffees“ von 10 bis 13 Uhr für alle regulär zugänglich. Ansonsten kann auf Nachfrage im Kirchenbüro unter 0351 – 880 51 73 jederzeit Zugang ermöglicht werden.
Ich freue mich auf die erneute Zusammenarbeit und die neue Ausstellung an diesem schönen Ort.

Antworten